Was 5 × 112 beschreibt
Bei der Angabe 5 × 112 bezeichnet die erste Zahl fünf Befestigungslöcher. Die zweite Zahl ist der Durchmesser des gedachten Kreises durch die Lochmittelpunkte, hier 112 Millimeter. Sie beschreibt nicht den Abstand zweier benachbarter Löcher und auch nicht den Durchmesser eines einzelnen Lochs. Gerade diese Verwechslung macht eine schnelle Messung an einem Inseratsfoto unzuverlässig.
Zählen lässt sich die Lochzahl meist leicht. Den Lochkreis sollte man dagegen aus der eindeutigen Radkennzeichnung und den zugehörigen technischen Daten übernehmen. Bei einer ungeraden Lochzahl liegt einem Loch kein zweites genau gegenüber. Ein einfach quer angelegtes Lineal liefert dann nicht ohne Weiteres den gesuchten Kreisdurchmesser. Eine ungefähre Messung reicht für eine Kaufentscheidung nicht aus.
Ähnlich ist keine passende Spezifikation
Zwei Angaben wie 5 × 112 und 5 × 114,3 bezeichnen unterschiedliche Lochkreise. Die geringe optische Abweichung darf nicht als Einbautoleranz ausgelegt werden. Ein Rad sollte nicht mit Gewalt angezogen oder durch beliebige andere Schrauben passend gemacht werden. Vorgesehene Adapter- oder Sonderbefestigungssysteme sind eigenständige technische Lösungen mit festgelegten Komponenten und Bedingungen, keine allgemeine Erlaubnis zur Improvisation.
Selbst ein übereinstimmender Lochkreis bestätigt noch nicht das ganze Rad. Mittenbohrung, Einpresstiefe, Größe, Befestigungssitz, Traglast und Freigängigkeit bleiben zu prüfen. Beim Vergleich von Angeboten hilft es, den Lochkreis als eine Zeile unter mehreren zu führen. So wird aus einem passenden Einzelmerkmal nicht versehentlich ein pauschales „passt ans Auto“.
Die richtige Variante bestellen
Ein Felgendesign kann mit verschiedenen Lochkreisen erhältlich sein. Prüfen Sie beim Bestellen deshalb die ausgewählte Variante und nicht nur das Hauptbild. Übernehmen Sie die konkrete Artikel- oder Radnummer in Ihre Anfrage an den Händler. Ein gespeicherter Screenshot der vollständigen Auswahl kann hilfreich sein, wenn das Shopsystem später wieder eine Standardvariante anzeigt.
Bei gebrauchten Rädern sollten lesbare Kennzeichnungen jedes einzelnen Rades vorliegen. Ein gemeinsam angebotener Satz kann aus unterschiedlichen Ausführungen bestehen. Wenn Herstellerdaten und Kennzeichnungen nicht eindeutig zusammenpassen, klären Sie dies vor der Montage mit dem Hersteller oder einer Fachwerkstatt. Das verhindert, dass eine scheinbar einfache Frage zur Lochzahl erst am angehobenen Fahrzeug zum Problem wird.