Zuerst fragen, wer annimmt
Eine Reifenwerkstatt, ein Entsorgungsbetrieb oder eine kommunal benannte Stelle kann je nach örtlichem Angebot der richtige Ansprechpartner sein. Nicht jede Sammelstelle nimmt Reifen an, und die Bedingungen können sich unterscheiden. Prüfen Sie die aktuellen Informationen Ihrer Kommune beziehungsweise des konkreten Betriebs. Eine allgemeine Internetangabe für eine andere Stadt hilft nur begrenzt.
Nennen Sie Anzahl und Art der Reifen und sagen Sie, ob Felgen darin montiert sind. Kompletträder können anders behandelt werden als lose Reifen. Auch ungewöhnliche Größen oder größere Mengen sollten vorher angesprochen werden. So vermeiden Sie eine Fahrt, die mit einer abgewiesenen Ladung endet.
Beim Neukauf gleich mitplanen
Wenn alte Reifen bei einer Montage anfallen, kann ihre Entsorgung oft Teil des Werkstattauftrags sein. Lassen Sie die Leistung und den Preis ausdrücklich aufführen. Eine Position für Montage bedeutet nicht automatisch, dass jede Entsorgung bereits enthalten ist. Umgekehrt sollten Sie keine zusätzliche Abgabe organisieren, wenn der Betrieb die vereinbarte Entsorgung übernimmt.
Klären Sie vor Arbeitsbeginn, welche Reifen tatsächlich abgegeben werden sollen. Bei einer laufenden Beanstandung oder einer notwendigen weiteren Untersuchung kann eine vorschnelle Entsorgung wichtige Informationen vernichten. Das ist eine Frage der Auftragsklärung: erst festlegen, was geprüft oder aufbewahrt werden muss, dann über den weiteren Weg entscheiden.
Sicher zur Annahmestelle transportieren
Sichern Sie Reifen und Räder gegen Verrutschen und Rollen. Auch eine kurze Fahrt rechtfertigt keine lose schwere Ladung im Innenraum. Beachten Sie die Fahrzeughinweise und lassen Sie Sicht sowie sichere Sitzplätze frei. Verschmutzte Reifen können abgedeckt werden, ohne dass die Abdeckung als Ersatz für eine Ladungssicherung missverstanden wird.
Halten Sie die vereinbarten Öffnungs- und Annahmezeiten ein. Reifen außerhalb der Zeiten vor ein Tor zu legen ist keine geregelte Übergabe. Wenn niemand annimmt, nehmen Sie die Ladung wieder mit und klären Sie einen passenden Termin. Eine abgestellte Menge kann für andere Menschen und den Betrieb zum Problem werden.
Keine improvisierte Zweitverwendung erzwingen
Ein nicht mehr verkehrssicherer Reifen sollte nicht ohne klare Kennzeichnung als geeigneter Gebrauchtreifen weitergegeben werden. Auch eine dekorative Verwendung ist keine automatische sinnvolle Lösung für jede Menge Altreifen. Der geregelte Entsorgungsweg berücksichtigt Materialien und Behandlung, die im Hausmüll oder in der Natur nicht angemessen erfolgen.
Verbrennen oder Ablagern ist keine Alternative zur Annahmestelle. Bewahren Sie bei Bedarf den Beleg auf, besonders wenn die Entsorgung Teil eines größeren Werkstattauftrags war. Damit bleibt nachvollziehbar, was abgegeben und berechnet wurde. Für den nächsten Wechsel kann die Information helfen, den Entsorgungsweg von Anfang an in den Auftrag einzubeziehen.
